DÄGAM

Deutsche Ärztegesellschaft für Ayurveda-Medizin e.V.

Ernährung


Allgemeine Ernährungstipps

Die Nahrung hat die Aufgabe, unseren Körper mit Baustoffen und essentiellen Substanzen wie Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen zu versorgen. Außerdem wird der notwendige Energiebedarf durch die Nahrung gedeckt.

Um dem Körper alles, was er benötigt, optimal zuzuführen, ist nicht nur die Qualität der Nahrung wichtig, sondern auch die Funktionsweise unseres Verdauungssystems. Sie bestimmt, ob die Nahrung richtig verdaut und aufgenommen wird.

Sie finden hier einige Tipps zur richtigen Ernährung, die Ihrer Gesundheit dienlich sind:

  • Essen Sie nur, wenn Sie Hunger verspüren. Essen
    Sie erst, wenn die vorhergehende Mahlzeit vollständig verdaut ist (ca. 3 bis 4 Stunden nach einer Hauptmahlzeit)
  • Vermeiden Sie Zwischenmahlzeiten
  • Überessen Sie sich nicht. Der Magen sollte nach dem Essen nur zu etwa ¾ voll sein.
  • Essen Sie in einer ruhigen und entspannten Atmosphäre. Widmen Sie dem Essen Ihre volle Aufmerksamkeit. Während des Essens sollten Sie nicht lesen, arbeiten oder fernsehen.
  • Setzen Sie sich zum Essen immer hin.
  • Gönnen Sie sich nach dem Essen 5 bis 10 Minuten Zeit ruhigen Sitzens.
  • Essen Sie immer ungefähr zur gleichen Tageszeit.
  • Essen Sie weder zu schnell noch zu langsam.


  • Das Mittagessen sollte die Hauptmahlzeit sein, Frühstück und Abendessen sollten leicht bekömmlich sein
  • Das Essen soll wenn möglich frisch zubereitet, wohlschmeckend und bekömmlich sein. Vermeiden Sie aufgewärmte oder abgestandene Speisen.
  • Der größte Teil der Nahrung sollte gekocht sein, da der Körper gekochte Nahrung leichter aufnehmen kann. Rohkost bitte nur als Beilage (Salat) essen.
  • Benutzen Sie Gewürze, denn sie machen die Nahrung nicht nur schmackhaft, sondern unterstützen oft den Verdauungsvorgang. Verwenden Sie je nach Konstitutionstyp folgende Gewürze: Kümmel, Fenchel, Pfeffer, Basilikum, Majoran, Koriander, Paprika, Nelken, Thymian, Oregano, Zimt, Ingwer, Kardamom, etc.
  • Flüssigkeiten wie Wasser, Saft oder Tee können während des Essens in kleinen Schlucken getrunken werden. Warme Getränke sind vorzuziehen.
  • Milch sollte nicht zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen werden. Sie lässt sich jedoch gut mit Toast, Getreideprodukten und süß schmeckenden Lebensmitteln kombinieren.
  • Honig sollte nicht erhitzt und nicht zum Kochen oder Backen verwendet werden.
  • Vermeiden Sie abends schwere Nahrungsmittel wie Fleisch, Wurst, Fisch, Hartkäse, etc.
  • Je nach Konstitutionstyp kann es von Vorteil sein, gelegentlich einmal eine Abendmahlzeit auszulassen, um den Körper zu entlasten und Reinigungsvorgänge in Gang zu setzen. Eine gute Gewohnheit kann es auch sein, an einem Tag in der Woche auf feste Nahrung zu verzichten und sich überwiegend von Flüssigem zu ernähren, wie Tee, Suppen, etc.
  • Ändern Sie Ernährungsgewohnheiten nur sehr behutsam. Vertrauen Sie den in Ihnen spontan auftretenden Wünschen und Bedürfnissen.
  • Benutzen Sie Gewürze, denn sie machen die Nahrung nicht nur schmackhaft, sondern unterstützen oft den Verdauungsvorgang. Verwenden Sie je nach Konstitutionstyp folgende Gewürze:

    Kümmel, Fenchel, Pfeffer, Basilikum, Majoran, Koriander, Paprika, Nelken, Thymian, Oregano, Zimt, Ingwer, Kardamom, etc.


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Vegetarische Ernährung

Eine zunehmende Anzahl wissenschaftlicher Untersuchungen weist einen eindeutigen Zusammenhang zwischen rein pflanzlicher Ernährungsweise und der Vorbeugung gewisser Krankheiten nach.

Risikofaktoren und Krankheiten, die eindeutig positiv beeinflusst werden:

  • Bluthochdruck
  • erhöhte Fettstoffwechselwerte
  • Erhöhte Harnsäurewerte
  • Übergewicht - Untersuchungen zeigen übereinstimmend, dass Menschen, die Fleisch essen, mehr wiegen als diejenigen, die es nicht tun.
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen wie Herzinfarkt, Angina pectoris, Schlaganfall, Gefäß-verschlusserkrankungen. Sie treten bei Vegetariern um 30-60 Prozent weniger häufig auf.
  • Osteoporose - Bei dieser Störung handelt es sich um ein Dünnerwerden der Knochen und um einen Schwund der Knochensubstanz. Obwohl Fleisch eine gute Quelle für Knochencalcium ist (das sind allerdings auch fettarme Milchprodukte, Fisch, Bohnen und grünes Blattgemüse), weisen Untersuchungen darauf hin, dass eine proteinreiche Ernährung über lange Zeit hinweg zu Calciummangel und Knochenschwund führt.
  • Karies
  • Zuckerkrankheit
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden, entzündliche und rheumatische Erkrankungen, Arthritis und Gicht - Diese Erkrankungen verbessern sich unter anderem dadurch, dass durch lakto-vegetarische Kost kaum Arachidonsäure im Körper aufgenommen wird, die im Körper entzündliche Veränderungen auslöst.
  • Krebserkrankungen - sowohl Dickdarm- wie auch Prostata- und Brustkrebs werden mit hohem Fett- und Cholesterinverbrauch in Zusammenhang gebracht. In einer Studie, die 1994 im „British Medical Journal“ erschien, zeigte sich im 12-Jahreszeitraum eine um 40% niedrigere generelle Krebserkrankungsrate bei der sich fleischlos ernährenden Gruppe. Zugleich wies sie eine um 20% niedrigere Sterberate auf.
  • Allergien, Neurodermitis und eine Vielzahl von Hauterkrankungen - Eine vegetarische Ernährung führt in vielen Fällen zu einer deutlichen Besserung.


Tipps zur Umstellung zu einer vegetarischen Ernährungsweise:


1. Ändern Sie Ihre Ernährungsweise nicht plötzlich und radikal. Tun Sie das schrittweise über einen längeren Zeitraum, am besten zu Zeiten, wo Sie sich wohl und entspannt fühlen. Essen soll etwas Lustvolles sein.


2. Beginnen Sie damit, Fisch und Geflügel rotem Fleisch gegenüber den Vorrang zu geben, und essen Sie kleinere Mengen davon.

3. Essen Sie richtige Mahlzeiten, nicht nur einen Einsiedlertopf voll Bohnen, Reis oder gekochtem Gemüse. Fast alle fernöstlichen Küchen beruhen auf Gemüse und Reis, mit kleineren Portionen Fleisch dazu. Italienische Nudelgerichte sind ebenfalls arm an tierischem Eiweiß oder sind sogar völlig fleischlos.


4. Wählen Sie eher Vollkornprodukte anstelle von Produkte aus Auszugsmehl. Vollkorn-produkte sollten der besseren Verdauung willen ganz fein gemahlen werden. Sie lie-fern dem Körper zusammen mit Nüssen, Hülsenfrüchten oder Samen das notwendige Protein.


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Ernährungsempfehlungen zur Regulierung der Doshas

Die Klassifizierung der Nahrung geschieht im Ayurveda nach physikalischen Eigenschaften und den Geschmacksrichtungen. Für jeden Konstitutionstyp ist das richtige Verhältnis der Geschmacksrichtungen unterschiedlich, denn jeder Geschmack enthält spezifisch wirkende Elemente. Die sollten Sie bei der Auswahl Ihrer Nahrungsmittel berücksichtigen, denn sind die Eigenschaften einer Speise der jeweilgen Konstition angepasst, kann sich das positiv auf die Gesundheit auswirken.

Weitere Informationen und Ernährungsempfehlungen zur Regulierung der Doshas finden Sie hier